Forum:	Netzteile / Spannungswandler
Téma:	spannung bei motorstart
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gotcha1984:
hallo.
es geht mal wieder um mein mdt-x7000. laut hersteller wird der tft beim motorstart &quot;weiß&quot;, wenn die batteriespannung unter 10V sinkt. die batterie ist aber neu und voll geladen, somit fällt sie als fehlerquelle aus. 
nun muss ich mir überlegen wie ich die spannung beim motorstarten konstant halte. xenarc empfiehlt foldendes zu verwenden:
Zitat:voltage regulator or a capacitor
leider ist das die einzige auskunft die ich bekommen hab.
das einfachte wäre natürlich ein kondensator. die frage ist nur &quot;welcher?&quot;. oder soll ich gleich einen &quot;cap&quot; mit 1-2 farad einbauen? die sind doch auch immer geladen und hängen direkt an der batterie oder?
oder wäre ein &quot;voltage regulator&quot; besser? was für einen könnte ich da nehmen?
gruß
thomas

mr.xx45k:
Hast Du mal die Ampere gemessen? Als mein Auto nicht ansprang hat der gelbe Engel einmal Volt und einmal Ampere bei der alten Starterbatterie gemessen. Volt i. O., Ampere glaube ca. 60, normal waren, hat er mir auch am Messgerät bei der neuen gezeigt, irgend etwas bei 280.
P.S. Mit einem normalen Baumarkt Multimeter wirst du das aber nicht messen können.

gotcha1984:
schon klar. für sowas gibts diese batterie-tester die auch unter belastung die spannung messen. aber die batterie is ok und ich kauf mir deswegen keine neue. die 60 € steck ich dann doch lieber in einen &quot;cap&quot;

philipp_c:
Einfach nur ein Kondensator wird nicht viel bringen. Du musst ja auch verhindern, dass der Anlasser diesen beim Starten entlädt.

da_user:
Zitat:P.S. Mit einem normalen Baumarkt Multimeter wirst du das aber nicht messen können. 
Hier ein ganz wichtiger Hinweis: Ich hab keine Ahnung, wie der vom ADAC den Batteriestrom gemessen hat, aber garantiert nicht mit nem normalen Strommessgerät. Dieses ist nämlich sehr niederohmig. Den Strom hiermit zu messen, kommt somit einer Drahtbrücke zwischen den Polen gleich. Die Batterie wird dir über kurz oder lang um die Ohren fliegen, das Multimeter sowieso.

gotcha1984:
kommt drauf an. wenn du den strom parallel misst ( zwischen +und - ) kracht es sowieso. strom wird in reihe gemessen, spannung parallel. natürlich muss man einen pol abklemmen und zwischen kabel und pol messen. allerdings kann ein normales multimeter nur ströme bis 10A messen. und beim anlassern fließen mehrere 100 bis 1000A.

welche netzteile verwendet ihr denn für eure tfts?

da_user:
Tja.. wenn du aber Geräte dazwischen hängen hast, kannst du nicht den Strom messen, den die Batterie max. liefert.
zwischen + und - kann übrigens auch eine Reihenschaltung sein.

gotcha1984:
Zitat:zwischen + und - kann übrigens auch eine Reihenschaltung sein.
da hast du natürlich recht. aber wie gesagt, für sowas gibt es spezielle messgeräte. außerdem geht es nicht direkt um meine batterie, sondern darum wie ich beim motorstart mein bordnetz über 10v halten kann.
ein kleiner kondensator am radio scheidet, wie philipp_cgeschrieben hat, aus. 
ein dc/dc netzteil, dass stabile 12v und max. 120w liefert kostet schon ne ecke zuviel.
wie schauts mit ner 2. batterie aus? je mehr kapazität, desto mehr strom steht zur verfügung, desto weniger sackt die spannung ab. meint ihr das geht?

Nightmare:
gotcha1984 hat folgendes geschrieben:
welche netzteile verwendet ihr denn für eure tfts?
Keins. Mein TFT kann am Bordnetz ohne Probleme betrieben werden. Allerdings habe ich meinen TFT mit am M4ATX hängen

gotcha1984:
nochmal zurück zum pufferkondensator.
um zu verhindern, dass sich der kondensator beim motorstart entlädt, könnte man doch eine diode vor den kondensator schalten. evtl. sogar eine schottky-diode, die hat nur einen spannungsabfall von 400mV. 

was meint ihr?

PassatRacer:
ihr vergisst alle das ein Kondensator keine Batterie ist!!!!
Sondern die Bordspannung nur &quot;glättet&quot;!!!!

da_user:
Ein Kondensator ist ein Energiespeicher. Man kann einen Kondensator sogar zur Versorgung von Schaltungen verwenden, z.T. sogar Tagelang.
Wenn man das richtig verbaut, könnte ein Kondensator schon die Zeit brücken.

PassatRacer:
aber der Kondensator im KfZ-Bereich ist eigendlich nur zur Glättung der Bordspannung für Endstuffen gedacht.
um eine Zeit zu brücken bräuchtest min einen 5 Farad Kondensator!

da_user:
Wie willst dir da so sicher sein, wenn du nicht den genauen Stromverbrauch kennst?

dridders:
Endstuffen? 
Also wenn ich mich jetzt nicht verrechnet habe hat kann er das ganz schon gut mit 1F überbrücken. Gehen wir mal von schlappen 12V am Kondensator aus (geladen), sowie einem Stromverbrauch von 1A bei 14.4V vom Display. Dann dauert es über 2,6s bis die Spannung unter 10V sinkt. Zieht das Display weniger um so länger. Die Zeit sollte zur Startüberbrückung für gewöhnlich ausreichen. Mit 5F würde das Display über 13s weiter arbeiten ohne vom Bordnetz versorgt zu werden. Wer 13s orgeln muss hat glaube andere Sorgen als ein ausgehendes Display...
Ein Kondensator ist überall für das gleiche gedacht: Ladungsspeicher. Glättung? Völlig Wurst. Der Kondensator ist für Endstufen vor allem darum interessant weil er einen sehr geringen Innenwiderstand hat, somit problemlos auch kurzzeitig sehr hohe Ströme liefern kann, was die Batterie gerade bei mehreren Metern Kabel nicht leisten kann. Aus dem Grund gilt es ja auch den Kondensator so nah wie möglich an den Verbraucher zu packen, da ansonsten der Kabelwiderstand dir wieder alles kaputt macht.

gotcha1984:
richtig. man kann kondensatoren für die unterschiedlichsten zwecke nutzen. die glättung ist nur eine von vielen anwendungen. allerdings frag ich mich wie ich einen 1farad kondensator im armaturenbrett unterbringen soll:o 
wenn ich den kondensator parallel zum radio häng, dann hängt er logischerweise auch parallel zur batterie und somit auch parallel zum anlasser. wie philipp_c schon gemeint hat, würde er beim starten sofort entladen werden. deshalb brauche ich eine diode vor dem kondensator. da aber an dioden in durchlassrichtung 0,6-0,7V abfallen, wird der kondensator entsprechend um 0,7V weniger geladen. an einer schottky-diode würden nur 0,4V abfallen.

gotcha1984:
ähm nochmal.

Q = C * U
I = (delta)Q / (delta)t

(delta)t = C * (delta)U / I

(delta)t: zeitänderung in s
C: kapazität in F
(delta)U: spannungsänderung in V
I: stromstärke in A

d.h. wenn ein 1F kondensator mit 12V geladen ist und das radio beim starten 1A zieht, würde es 2 sekunden dauern bis die spannung auf 10V abgesunken ist

dridders:
das es ohne Diode nichts wird sollte klar sein. Bei der Spannung bin ich aus dem Grunde ja auch nur von 12V ausgegangen, ein geladener Bleiakku sollte schon seine 12,5V haben. Unterbringen könnte man den auch in manchem Armaturenbrett. Passen würde das bei mir z.B. problemlos. Machen würde ich es trotzdem nie, sondern dann eher den Monitor mit 12V vom PC versorgen.
Und übrigens: morgen Stammtisch in Nürnberg!

gotcha1984:
über das pc-netzteil wäre es natürlich die beste lösung. allerdings braucht das radio laut hersteller max 120W. mein M2 macht max 8A und der pc hängt ja auch noch dran.
ich mess morgen mal den strom wenn der tft ausfährt und bei normaler lautstärke. dann kommen wir der sache schon etwas näher. wie bist du eigentlich auf &quot;2,6s&quot; gekommen? hast dus genauso gerechnet wie ich?
mit dem stammtisch wirds leider nix. mein auto steht total zerlegt in der garage..:?

PassatRacer:
falls es euch weiter hilft 
ich hab irgendwo schon mal einen 0,5 Farad Kondensator gesehen,
der schon Iso- Buchsen (Wie beim Autoradio) dran hat!

gotcha1984:
na klar, danke! hab kurz gegoogelt. die deutsche firma Mundorf stellt sogenannte head-caps her, die speziell für autoradios geeignet sind:
http://www.mundorf.com/deutsch%201.1/car-audio/pics/CarHiF-Brosch-2006_5.jpg

PassatRacer:
ja genau der Hersteller war es
der Innenwiderstand des C ist auch wenigstens niedrig!
