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Netzteile / Spannungswandler - Versorgung eines PC mit 340VDC

schmandi - Sa 29 Apr, 2006 13:36
Titel: Versorgung eines PC mit 340VDC
Hallo,

wir sollen für die Uni ein geregeltes Schaltnetzteil (DC/DC) entwerfen. Momentan bin ich noch auf der Suche nach einer konkreten Anwendung. Dabei ist mir folgendes eingefallen:

Typischer Fall - PC im Auto. Um den PC weiterhin mit dem Originalnetzteil betreiben zu können, was ja ordentlich stabile Spannungen liefert, würde ich dieses Schaltnetzteil statt mit 230VAC mit sagen wir 340VDC speisen, natürlich unter Umgehung des Netzgleichrichters vom PCSchaltnetzteil.

Bei einfachen Schaltnetzteilen ist es ja so, dass sie aus den 230VAC zunächst durch Gleichrichtung und Glättung eine Gleichspannung (schätz mal im Bereich 330-340V) erzeugen. Diese wird dann durch nachgeschaltetes Buck-Converter (Abwärtswandler) in (+,-) 12V,5V,3.3V zerlegt.


Also :

12VDC --> 340VDC --> PC (Schaltnetzteil)


Der Umweg über die 340VDC ist zwar nicht grad toll, aber so könnte man immerhin das Netzteil weiterbenutzen und müsste sich keine Wechselspannung erzeugen.

Was haltet Ihr von der Idee? Inwiefern ist es praktisch möglich, das PC-Netzteil direkt mit einer Gleichspannung (also so 340VDC) zu speisen? Was gibt es da für Probleme? Wie ist es mit der PFC, wenn eine Gleichspannung am Eingang liegt? Diese müsste ja eventuell auch umgangen werden können.


Bin für jede Anregung dankbar,

Mfg
Schmandi
dbassix - Sa 29 Apr, 2006 14:52
Titel:
verstehe den Sinn deines Vorhabens ehrlich gesagt nicht. Schon den CarPC an nem 230V Wechselrichter zu betreiben ist in meinen Augen Verschwendung! Es gibt doch nun wirklich bessere Lösungen (M2 oder Carnetix).
schmandi - Sa 29 Apr, 2006 16:12
Titel:
hey,

naja dachte halt es wär einfacher, die 12V der Batterie in 340VDC (Gleichspannung) zu wandeln, und damit direkt das Schaltnetzteil zu betreiben.
dbassix - Sa 29 Apr, 2006 16:20
Titel:
Aber wenn der Rechner ja eh nur mit 12V, 5V und 3.3V läuft ist das doch nicht notwendig. Wenn die 12V-14,4V stabilisiert werden reicht das doch aus. Und dann nurnoch auf 5V und 3.3V transformieren und gut ist.
El-Chico - Sa 29 Apr, 2006 19:41
Titel:
@ schmandi: Nimms mir nicht übel - aber hättest Du in E-Technik etwas besser aufgepasst wäre Dir klar, dass der Weg doch eher blödsinnig ist...
fireball - Sa 29 Apr, 2006 21:56
Titel:
Also wieso sollte man sowas machen wollen. Netzteile für CarPc gibt es doch mittelerweile so viele verschiedene Modele da ist doch wirklich für jedem was dabei.

Gruß

Fireball
compucat - So 30 Apr, 2006 22:20
Titel:
@schmandi:

nicht bange machen lassen:

1. Das Problem, einen vernünftigen Spannungswandler für einen 12V-Pc zu entwickeln, ist immer noch den Schweiß der Edlen wert (warum weinen in diesem Forum so viele, dass sie kein Autoradio benutzen können, wenn der Car-Pc läuft?). Bei der NASA werden über vergleichbare Probleme (hoher Wirkungsgrad bei Solarzellen mit schwankender Ausgangsspannung) Doktorarbeiten geschrieben (Stichwort SCBC).

2. 6 bis 16 Volt in 5 oder 3,3V wandeln, kann jeder, aber was ist mit 12 V. Wie die Daten vom m2 zeigen (Gesamtleistung auf 5V- und 12V-Schienen), dürfte dabei die Eingangsspannung auf 5V heruntergeregelt und dann aus den 5V wieder 12V gemacht werden, also auch erst Buck- dann Boost-Wandler.

3. Wenn man den Laptop im Auto verwendet, werden aus der Bordspannung erst 19V gemacht und dann im Laptop daraus wieder 12V, 5V und 3.3V, d.h. auch mehrere Wandler.

4. PC-Netzteile verwenden Eintakt- oder Gegentaktwandler, um aus den 340V die PC-Spannungen zu erzeugen (galvanische Trennung!). Es gibt Projekte, bei denen der Übertrager aus dem PC-Netzteil um- oder neugewickelt und der Rest weiterverwendet wird. Da das Umwickeln von solchen Übertragern wegen der Verklebung schwierig bis unmöglich ist, ist die Idee, die PFC und die Gleichrichtung zu entfernen und durch einen Wandler von 12 auf 340V DC zu ersetzen, durchaus verlockend, weil PC-Netzteile sehr billig sind. Das Problem dabei ist 1. die elektrische Sicherheit bei dem Wandler von 12 auf 340V und 2. die Vermeidung von Störstrahlung. 1. läßt sich vielleicht dadurch lösen, dass man den Wandler aus einem 2. Netzteil einfach "umdreht".

5. Wie gut der Wirkungsgrad ist, hängt hautsächlich von der Gleichrichtung der Niederspannungen ab. Bei Schottky-Dioden mit 0,5V Spannungsabfall sind das auf der 5V-Schiene schon mal 10% Verlust. Deshalb verwendet das Vanson SDR-120 Laptop-Netzteil eine aktive Gleichrichtung mit einem MOSFET.

Also viel Raum für eigene Versuche.

Viel Erfolg!

compucat
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